Mentale Befindlichkeit

Es gibt viele Gründe, um schlechte Laune zu haben. Einer der Gründe, warum ich schlechte Laune bekomme, ist, wenn ich mit Idioten einen Raum teilen muss oder irgendwie in den Zustand versetzt werde, mit ihnen kommunizieren zu müssen.

Deshalb bin ich gerne nachts unterwegs und vorzugsweise mit meinen Hunden. Jeder der beiden ist, denke ich, intelligenter als 95% der Menschheit. Da ich während der Arbeit mit Menschen zu tun habe, also mit Idioten und Vollidioten, schätze ich die Einsamkeit. Den Ort, an dem ich arbeite, den nenne ich „Ort geistiger Dehydrierung, an welchem man froh sein kann, einem Wasserkopf zu begegnen“.

Und so ist es für mich fast überall – überall Menschen, geistig dehydriert, im besten Fall wasserköpfig… Aber es gibt ja Abhilfe in Form von Entzug. Dort, wo ich lebe, Mecklenburg, kann ich mich dieser Misere ganz gut entziehen. Ich gehe meist dort hin, wo möglichst wenig Menschen sind und neuerdings tue ich dies auch noch nachts, wenn noch weniger Menschen unterwegs sind.

So eine umfassendere Freizeitbeschäftigung ist hervorragend dafür geeignet, um eine Vielzahl der Müllgedanken zu sperren. Denke ich an eines meiner Teleskope, dann kann ich schwerlich über einen Idioten nachdenken. Besetze ich mein Denken hingegen nicht und überlasse alles so seinem Lauf, dann denke ich notwendigerweise an Idioten, weil ich sehr häufig von diesen umgeben bin. Sie prägen sozusagen meinen inneren „Bilderkatalog“.

Das wird dann ein Katalog voller Fratzen und voll Geistestörten, extrem fehlerhaft in ihrer Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung existierenden Existenzen, was aus meinem Kopf schnell das reine Horrokabinett machen kann.

Wenn ich also meinen Arbeitsplatz verlasse, dann habe ich zuhause eine liebevolle Freundin, noch liebevollere und loyalere Hunde und meine Teleskope – sehr gut. Das stimmt mich zufrieden und lässt mich weniger an diesen Müllort, an welchem ich meine Brötchen verdienen muss, denken.

Um meine mentale Befindlichkeit muss ich mich schon selber kümmern. Und das ist mir in den letzten Tagen recht gut gelungen und wird auch immer besser.

Hilfreich ist auch, weniger bis tendenziell nichts zu sagen. Es ist so, dass mich die Themen meiner Mitmenschen ungefähr überhaupt nicht interessieren, sie von meinen Themen auch nicht begeistert sind, also halte ich besser meinen Mund; was nicht schwer ist, sondern, wie so vieles andere auch, reine Übungssache. Viel Freude beim Üben, Ihr Jörg Baumann.

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