Ostgoten und Phänomenologie

Da ich meistens nur Ostgoten begegne, also Menschen, an denen 2000 Jahre Entwicklungsgeschichte komplett und spurlos vorbeigerauscht sind, muss ich mir eine gewisse Technik zueigen machen, um nicht vollständig zu verzweifeln.

Warum jemand etwas sagt und wie er es sagt und was er sagt und tut und tat und plant, das ist meistens so einfach zu erklären wie die Funktionsweise eines Schraubendrehers, egal ob Kreuz oder Schlitz…

Die Ostgoten zu beschimpfen und abzuwerten ist eine nie endende und redudante Tätigkeit, also nicht besonders ergiebig und schon gar nicht frohsinnstiftend. Da redet der eine Idiot über den anderen Idioten und wenn ich dann dazwischen bin, kann ich das Ganze nur noch phänomenologisch betrachten.

Wikipedia schreibt: „Phänomenologie = phainomenon „Sichtbares, Erscheinung“; logos „Rede, Lehre“). Sie ist eine Methodik der Wissenschaften und widmet sich der Beschreibung und Einteilung der Erscheinungen (Phänomene) in der Natur und Gesellschaft.“

Gefühle sollten dabei eher in den Hintergrund treten. Gefühlsmäßig ist die Gesellschaft von Ostgoten für mich negativ. Und da ich, wenn ich auf Menschen treffe, meistens auf Ostgoten treffe, laufe ich Gefahr, dass die Negativität in mir eine bedrohliche Größe wird. Das soll nicht sein und dem will ich entgegenwirken.

Also sehe ich den Ostgoten erstmal als das, was er ist. Dann frage ich mich, was der Ostgote will und ob es Sinn macht, wenn ich darauf eingehe. Wenn es sich um den popeligen Alltagsrotz handelt, dann macht es durchaus Sinn, ein paar Worte dazu beizusteuern. Allein schon, damit der Ostgote sich nicht brüskiert fühlt. Dann ist es aber an mir, so schnell wie möglich dahin zu kommen, wo das Ganze eine eher humorvolle Färbung gewinnt. Dann wird ein bisschen abgelacht und ich muss zusehen, dass ich so schnell wie möglich nicht mehr in der Gesellschaft des Ostgoten bin, bzw. ihn dahin bringe, seine Fresse zu halten.

Was sind denn so die Standardmotive von Ostgoten, was sind ihre Themen? Ihre Standardthemen sind blöde Menschen, blöde Handlungen blöder Menschen und das Blöde im Allgemeinen und Besonderen. Das Gute findet in ihnen selten statt. Ostgoten leben meistens im Hamsterrad, haben in ihrer Vergangenheit überwiegend menschliche Not und menschliches Elend verinnerlicht, ihre Gegenwart scheinen sie völlig ausgeblendet zu haben und ihre Zukunft findet nicht statt.

Pläne habe sie keine und wenn doch, dann liegen die irgendwann in der fernen Zukunft und ihre Chance auf Realisierung ihrer Pläne geht gegen Null oder ist Null. So ein Ostgote ist wie ein Mensch, der permanent in den Raum, in welchem er sich befindet, und ich zu meinem Unglück ebenfalls, hineinkotzt; und der sich in den Kotzpausen hochputschend darüber aufregt, wie beschissen es nach Kotze stinkt. Dass er der Kotzende ist, dass bei ihm etwas nicht ganz richtig läuft, auf diesen Gedanken wird der Ostgote niemals kommen, selbst wenn man es ihm sagt.

Der Ostgote ist der Repetitor seines inneren Elends ohne die Möglichkeit je auch nur einen Funken davon zu verstehen, was da eigentlich vor sich geht. Der Ostgote hält sich in der Regel, zumindest nach außen hin stellt er sich so dar, für einen tollen Typen. Diese seine Sicht auf sich darf und kann nicht gefährdet werden. Droht sie dennoch zu zerbröseln, dann wird der Ostgote ausfällig und/ oder gewalttätig.

Also kann man mit dem Ostgoten im Grunde nur über Scheiße und Kotze sprechen, die natürlich nie die seine ist und das macht deutlich, warum ich lieber mit meinen Hunden zusammen bin.

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