Spiralarm der Volksverblödung

Wenn das Titelbild einen Knollenblätterpilz zeigt, dann würde ich diesen gerne meinen Mitmenschen kredenzen. Aber soviele Pilze wie ich kredenzen möchte, wachsen leider nicht in meiner Gegend. Kommt ja auch keiner zu mir und möchte eine Portion. Und zu den Irren der Welt möchte ich auch nicht fahren.

Menschen sind, im Großen und Ganzen, ein Haufen Scheiße. Ein paar Ausnahmen gibt es, aber die Mehrheit ist ein Fall für die Klärgrube. Was will man tun? In die Einsamkeit Alaskas ziehen? Da kann man es haben, dass man vielleicht nur einen Nachbarn hat, in 50 Kilometer Entfernung, und gerade dieser, was wahrscheinlich ist, zur Scheiße gehört. Das ist es dann auch nicht.

Ab und zu einen liebevollen Menschen mit funktionierendem Gehirn zur Gesellschaft haben, das ist schon nicht schlecht.

Höchstwahrscheinlich leben auch Sie in einem Spiralarm der Volksverblödung. Was lobe ich mir die Spiralarme der verschiedenen Galaxien, die ich des Nachts mit meinem Teleskop beobachte. Aber vermutlich gibt es dort ebenfalls solche Orte wie die Erde, vollgefüllt mit Scheißmenschen.

Was ist denn das Schlimme an Scheißmenschen, werden Sie vielleicht fragen – das ist einfach zu beantworten: Die Scheißmenschen erinnern mich immer an meine eigene Blödheit. Wenn ich allein bin, mit meinen Hunden durch die Gegend ziehe, dann halten sich meine Gedanken bezüglich meiner Blödheit in Grenzen. Außer ich habe vielleicht mein Feuerzeug vergessen oder sowas.

Begegne ich allerdings Menschen, dann kann ich es drehen und wenden wie ich will, ich sehe und nehme nur Scheiße war. Wie gesagt, Ausnahmen bestätigen die Regel. Und da ich die Scheiße da draußen nur als solche erkennen kann, weil ich sie selber in mir habe, bin ich dann sogleich bei meinem Mist – den ich mir aber gar nicht anschauen wollte.

Was einem also bleibt, das ist, den Menschen so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Doof ist natürlich, wenn man arbeiten muss, denn da ist man in der Regel gezwungen, mit Menschen in Kontakt zu treten, jedoch wird man dafür auch bezahlt.

Ich glaube man bekommt deshalb Geld (das Universaltauschmittel) für Arbeit, damit man die Menschen erträgt, die man ansonsten zum Teufel jagen würde. Man wird sozusagen „bestochen“, sie in der Gegenwart auszuhalten. Jedenfalls geht es mir so. Von den 250 mich bei der Arbeit umgebenden Menschen würde ich ungefähr einen in meiner Freizeit erdulden. Bei 2500 wären es zehn, bei 25‘000 schon 100, bei 250‘000 schon eintausend – was mir ingesamt zu hoch gegriffen erscheint. Einer auf 250‘000 klingt einfach besser. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Deutschland mit 80 Millionen Einwohnern mehr als hundert Tausend Menschen leben, die ich freiwillig länger als 10 Sekunden ertrage. Völlig illusorisch.

Wenn ich die neuste Geschichte aus dem Spiralarm der Volksverblödung zum Besten geben würde, hier, jetzt, dann würde mehr als deutlich, was ich meine. Aber ich will Sie nicht vollmüllen, sondern mitteilen, wie es um mich steht.

In diesem Sinne – Ihr hochverehrter Jörg Baumann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.