Teleskopie

Nun also Himmelsbeobachtungen – das Schöne daran ist, dass ich in der freien Natur bin, dass nachts eher niemand da ist, der mich nerven könnte, dass ich eine gute Begründung für mein Vor-Ort-Sein habe, dass ich meine Hunde mitnehmen kann und es auch noch relativ gemütlich habe.

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für mich 🙂

Nicht, dass mir die Menschheit egal ist (wobei sie es mir zu 99,99999999% ist), aber im Vordergrund für mich stehe, aus praktischen Erwägungen, immer noch ich.

Wenn ich nichts habe, was mich eingehender interessiert, wie zum Beispiel der angemessene Umgang mit Hunden (in der Gegenwart) oder das Musikmachen (in der Vergangenheit), dann geht es mir nicht gut und ich werde unleidlich.

Zum Glück hatte ich die Möglichkeit ein Teleskopie-Equipment zuzulegen und zwar komplett und in zweifacher Ausführung. Neben dem 200 mm Newton-Reflektor habe ich mir nämlich noch ein 150 mm Newton Reflektor gekauft, mit 750 mm Brennweite und ebenfalls sehr stabilder Montierung (Skywatcher Eq5, falls es jemanden interessiert). Die beiden Kaufhausrefraktoren zähle ich mal nicht dazu, wobei die auch nicht schlecht sind, bis auf das mitgeliefert Stativ, das völlig untauglich ist; zum Abgewöhnen sozusagen.

Wie gesagt, ohne irgendeine action, die auch etwas „Tiefe“ hat, macht das alles keinen Sinn. Mich interessieren Sätze wie: Materie besteht nicht aus Materie (Hans-Peter Duerr) und dass der beobachtbare Teil des Weltalls eine Ausdehnung von 92 Milliarden Lichtjahren hat, dass die Milchstraße, unsere Heimatgalaxie circa 200 Milliarden Sterne hat und man im Moment davon ausgeht, dass das Weltall ungefähr 5 Billionen Galaxien beherbergt. In Zahl: 5 000 000 000 000. So, viel Spaß beim Nachdenken…

Hinzu kommt noch das Phänomen, welches sich durch das „Doppelspaltexperiment“ offenbart, dann hat man auf jeden Fall etwas zu tun.

 

Wenn man von soviel Müll umgeben ist wie ich, dann braucht man etwas, was diesem Müll gegenüber positiv in die Waagschale geworfen werden kann. Damit ein gewisser Ausgleich stattfindet. Dann geht‘s.

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