Zen

Ohne mich ausgiebiger mit dem Thema „Zen“ beschäftigt zu haben, kann ich feststellen, nachdem ich ein paar Sätze über Zen gelesen habe, dass ich diesen Zustand bereite mehr oder weniger im Alltag lebe. Nicht bewerten, nicht urteilen, nicht verstehen, nur Wahrnehmen, sein, nicht sein. So ungefähr, die Richtung. die finde ich gut.

Normalerweise beschäftigt man sich permanent mit irgendeinem Scheiß. Das macht mein Zusammensein mit meinen Hunden ja so angenehm und zwar deshalb, weil ich mit ihnen nur durch die Gegend gehe, ihnen bei ihrem Treiben zuschaue, gelegentlich etwas zu ihnen sage, mir die Gegend ansehe und fertig. Wenn ich mit meinen Hunden unterwegs bin, dann bin ich in einem zenartigen Zustand. Nur ich, die Hunde und meine Umgebung. Wenn dann irgendein Menschenarsch daherkommt, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder dem Moped oder dem Auto, dann bin ich recht schnell genervt, weil das Zen dann irgendwie etwas abhanden kommt.

Aber meist fließen die Hunde und ich so dahin. Ab und zu rauche ich eine Zigarette und das war‘s. Ansonsten habe ich immer irgendeinen Scheiß am Tun. Jetzt Schreiben, ein anderes Mal Fernsehglotzen, Filme eben, oder ich lese etwas, schaue auf mein Mobiltelefon – so geht das die ganze Zeit, da wird man mit der Zeit einfach blöde.

Zum Glück habe ich meine Hunde. Bei der Arbeit ist es ähnlich. Meistens ist da eine Ablenkung vom Sein. Mitunter jedoch ist es bei der Arbeit auch sehr einsam, was ich durchaus zu schätzen weiß.

Wie dem auch sei – Zen.

Wir werden sterben, alle. Dann ist vermutlich eh das große Zen angesagt. Was interessiert, das ist doch das eigene Empfinden und Befinden, die Frage: Tut mir das gut? Diese Frage trennt recht schnell das Eine von dem Anderen, führt zu einer wesentlichen und grundlegenden Unterscheidung. Tut mir das gut, was ich da anstreben, bzw. im Augenblick tue?

Reflektion in Form von Textherstellung ist schon ganz gut, ab und zu. Mit meinen Hunden durch die Gegend ziehen ist auf jeden Fall gut. Mit dem Auto über die Landstraßen und Autobahnen rollen finde ich auch gut. Filme glotzen finde ich gut. Mich im Anderen wiederfinden, das tut mir gelegentlich auch recht gut.

Also, bis zum nächsten Mal.

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