Wieder zuhause

Ich wohne in einem beschaulichen Örtchen. Nicht weit davon entfernt liegt ein größere Örtchen, Parchim, ein Städtchen mit vielleicht 15 tausend Einwohnern – wenn ich dort mit dem Auto hineinfahre, ist das ungefähr so, wie wenn ich in das Arschloch einen Ochsen krieche. Widerlich.

So ein Städtchen ist eine Ansammlung von Deppen und Typen mit Vollmeise. Jetzt wird ihnen vielleicht deutlich, warum ich Großstädte hasse wie die Pest.

Mir reicht schon mein Wohnstädtchen, mit vielleicht 5 tausend Einwohnern. Ob es ein paar tausend mehr oder weniger sind, spielt keine Rolle. Es ist lediglich ein Unterschied in der Anzahl der Deppen. Je kleiner also ein Ort, desto geringer die Anzahl der Deppen; je größer ein Ort, desto mehr Deppen.

In meiner Gegend wohnen aber nicht nur Deppen, sondern auch Plastikmenschen mit Plastikgärten.

Das ist ein Paradebeispiel für einen Plastikgarten von Plastikmenschen. Jeder Grashalm wird jeden Tag mit einem feuchten Tuch sorgsam abgewischt und alles Unkraut schon vor dem Entstehen vernichtet. Die Spielgeräte verströmen den Charme eines Plastikeimers, ebenso das Haus – alles sieht so aus, als wäre es aus verwitterungsfreiem Kunststoff. So wie die Menschen, die dort wohnen, vermutlich aus verwitterungsfreiem Kunststoff gegossen wurden, so wie Playmobil-Männchen.

Ähnlich verhält es sich mit diesen Grundstücken,

wo die alkoholkranken toten Seelen hausen.

Das eine Grundstücksbegrenzung auch anders gestaltet werden kann, zeigen folgende Bilder. Die Grundstücke befinden sich in einer Reihe mit denen der Plastikmenschen:

So geht‘s ja auch. Viele Menschen wollen wohl nach außen hin klar strukturiert und irgendwie nagelneu erscheinen – dass sie damit lediglich eine innere Verrottung zum Ausdruck bringen, ist ihnen vermutlich nicht verständlich zu machen.

Ein Tor, dem man das Alter ansieht und das seinen Zweck erfüllt, eine bewachsene Grundstücksbegrenzung, die leben, im Gegensatz zu einem vollverzinkten Stahlzaun. Menschen kommen einfach zu oft jämmerlich rüber, gerade in ihren Bemühungen, nicht jämmerlich rüber zu kommen.

Aber das ist überall dasselbe, ob in Grönland, Chile oder Kamerun, überall das gleiche Phänomen: Die Leute wollen nach außen etwas darstellen und stellen damit oft genau das von ihnen gewünschte Gegenteil zur Schau. So wie die Menschen mit den Hubraumstarken Riesenautos: alles Kompensation und Ausdruck persönlicher Schwäche und unreflektierter Selbstzweifel.

Gut, Volltrottel hat es immer gegeben und gibt es mehrheitlich weiterhin. Das ist nichts Neues und im Grunde nicht der Erwähnung wert, zumindest nicht in diesem blog, den mit Sicherheit nur Menschen mit Gehirn zur Kenntnis nehmen. Die Hirnlosen verstehen ja nicht mal die Überschrift, also nichts.

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