Von schlechten Gedanken ablenken…

Wenn man nicht gerade zuhause ist, nicht schläft, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass einem Müll um die Ohren fliegt. Sei es, dass man Menschen begegnet oder sieht, die in ihrem Tun die Verkörperung primitivster Lebensentäußerung darstellen, oder man sieht ist zur Wahrnehmung der Ergebnisse ihres Tuns gezwungen. Beispiele seien hier architektonische „Meisterleistungen“ oder die Anpflanzungen von Industriewald, von Flensburg bis Konstanz. Deutschland scheint ohnehin nur aus Äckern, Industriewald und Städten zu bestehen.

Heute lag ich mit meinen Hunden entspannt auf der Wiese eines Sportflughafens und hatte vor mir in ganzer Front Industriewald zur Ansicht. Ein Bekannter nannte diesen Stangenwald… Das baut mich nicht gerade auf.

Mir fliegt also, wenn ich nicht zuhause bin oder schlafe, in der Regel permanent Müll um die Ohren, im übertragenen Sinne. Und seit Monaten beschäftige ich mich mit der Frage, wie ich damit umgehen kann, damit ich nicht dauernd in negative Gedanken verfalle, mir ein M16 Sturmgewehr wünsche oder einen Lastwagen mit TNT.

Zu einer Lösung bin ich bisher nicht so recht gekommen. Was mich beeindruckt hat, das waren die Worte eines russischen Polarforschers, der mit seiner Crew in der Jetztzeit über den Winter einen Polarstation am Laufen hielt. Dieser meinte, „man müsse sich von schlechten Gedanken ablenken“. Das klingt, meine ich, ganz realistisch. Voraussetzung ist, dass man sich bewusst wird, dass man schlechte Gedanken hat. Dann kann man versuchen, diese Gedanken zu beenden, um an angenehmere Dinge, Sachen, Menschen, Lebewesen, Situationen zu denken. Besseres fällt mir dazu im Moment auch nicht ein.

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