Arbeit

Ich kann mich nicht beklagen. Die Bewachung einer Unterkunft für Asylbewerber ist mit viel Zeit zur Muße verbunden. Sicher kann es auch turbulenter zugehen, aber in dem Heim, in welchem ich arbeite, ist es sehr ruhig, obwohl hier mehrere hundert Asylbewerber untergebracht sind.

Was den Job belastend macht, das sind unterbelichtete Kollegen, von denen ich allerdings nur zwei, drei vor Ort sind. Weiterhin nervt, zu sehen, wie Asylbewerber, die dem Krieg und Elend entflohen sind, hier in Deutschland glauben, dass sie das für umsonst bekommen, wofür sich Einheimische den Allerwertesten aufreißen müssen.

Den Asylbewerbern wird eine warme, trockene Bude gestellt, Strom, Heizung und Wasser sind umsonst, ebenso Essen und Trinken. Einige von den Asylbwerbern wollen jedoch, dass sie eine große Wohnung bekommen, ein Auto und Nahrung und all das, ohne arbeiten zu gehen. Dazu gibt es die gewaltätigen Asylbewerber, die glauben, mit Zerstörung und Gewalt gegen andere irgendwas Positives zu erreichen. Diesem Elend zuzuschauen, das empfinde ich als belastend. Außerdem darf ich meine Hunde nicht mit hierher bringen, was diesen Ort zu einem Ort des Bösen macht, dem Kranken.

Aber das ist halt Arbeit: das Aushalten von blöden Kollegen, saublöden Kunden, ignoranten Vorgesetzten und unzureichenden Arbeitsmitteln. Arbeit ist ein Zustand, den man nicht einnehmen würde, wäre man nicht dazu gezwungen. Arbeit ist unfreiwillig….

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