Wohin noch?

Ich weiß kaum noch, wohin ich mich wenden soll, um den Menschen, die mich in ihrem Sein an Schuhe erinnern, zu entgehen. Am liebsten gehe ich durch den Wald oder liege ich zuhause hinter der Glotze.. Hier Menschen zu begegnen, die mir den letzten Nerv rauben, ist wenig wahrscheinlich.

Vermutlich muss man in die Weiten Skandinaviens flüchten, die Weiten Russlands oder Kanadas aufsuchen, um vor den Missgeburten menschlicher Realität bewahrt zu sein. Aber wer will schon die Einsamkeit der Steppe oder Tundra, der Berge?

Meine Gegend ist zwar recht komfortabel, infrastrukturell, sicherheitsmäßig, die Mobilität betreffend, überhaupt – aber sie ist auch derart durchstrukturiert, dass selbst die Grashalme Namensschilder tragen.

Im Moment bin ich wirklich ratlos, was ich machen kann, um mich von den Pestbeulen meiner Mitmenschen nicht so in Mitleidenschaft zu ziehen. Ratlos.

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