Warum Altgriechisch lernen?

1. Um mich vom Tun der meisten anderen Menschen abzugrenzen und ihnen auf diese Weise indirekt mitzuteilen, dass sie nicht von Interesse sind.

2. Um meine Muttersprache genauer kennenzulernen.

3. Um irgendwann Platon und andere Autoren der Zeit 500 – 300 vor unserer Zeitrechnung im Original lesen zu können.

4. Um mein Tun und Denken zu verlangsamen, denn das Erlernen dieser Sprache kann ich nur im Schneckentempo vollziehen (eine Form der aktiven Ruhe oder der Mediation in gedanklicher Bewegung).

5. Um mir generell bewuster zu werden, was ich sage, wie ich es sage und warum ich es sage und zu verstehen und zu erkennen, warum es oft besser ist, nichts zu sagen.

6. Um in mir angenehme Gedankenassoziationen in Gang zu setzen – wenn ich an Griechenland denke, dann denke ich an die Flora des Mittelmeeres, an Wärme, an einen blauen Himmel, an gutes Essen, an gute Gesellschaft und Gelassenheit.

7. Weil mir die altgriechischen Buchstaben gefallen.

8. Um angeben zu können, etwas zum Prahlen zu haben – vor allem wenn ich meinen deutschsprachigen Mitbewohnern erzähle, dass ich mich der Altgriechischen Sprache mittels einer englischsprachigen Grammatik nähere.

9. Es ist eine günstige Weise, um meine Zeit zu verbringen, ohne sie „um die Ecke“ zu bringen.

10. Um meinen Geist ein bisschen flexibel zu halten.

Das sind ein paar Gründe, die meinerseits für das Erlenen der altgriechischen Sprache herangezogen werden können. Das wichtigste Element ist vermutlich der mit den Assoziationen.

Einige Menschen brauchen teure Gegenstände in Unmengen, um sich gut zu fühlen, ich schätze den gegenständlichen Minialaufwand hierfür. Grammatiken kann ich mir kostenlos im Internet herunterladen, Wörterbücher für das Altgriechische kann ich gebraucht eben dort kaufen, wie zum Beispiel die im Titelbild gezeigte Auflage des Liddell-Scott von 1966 in tadellosem Zustand.

Ich mag es, abzuschlaffen, mit meinen Hunden in aller Ruhe durch die Gegend zu streifen, mich mit etwas zu beschäftigen, was mich zusätzlich in einen gewissen Zustand der Ruhe versetzt.

Wie steht es mit Ihnen?

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