Zufall?

Letztens kaufte ich mir zwei Ausgaben des Wörterbuches Altgriechisch-Deutsch von Liddell-Scott, neunte Ausgabe 1966. Ich war es Leid, mit unzureichenden Wörterbüchern zu arbeiten, in welchem jedes Wort, das ich suchte, nicht zu finden ist.

Das „Greek-English Lexicon“ von Liddel-Scott ist vermutlich das umfangreichste Übersetzungswerk für den genannten Bereich. Natürlich sind mir schon einige altgriechische Wörter zu Gesicht gekommen, aber das war bisher nur so „Randgepissel“ im Verlauf des Aufbaus meiner Grammatikkenntnisse.

Weil das genannte Wörterbuch nicht ganz einfach zu handhaben ist, wollte ich einfach mal einem Wort, das nicht sogleich in deutscher Übersetzung geliefert wurde, solange auf der Spur bleiben, bis ich dessen Übersetzung herausfinden würde.

Also schlug ich den 2100 Seiten Wälzer irgendwo auf, stieß mit einem Finger auf ein Wort und fand Folgendes: (mit lateinischen Buchstaben) epameros – und kein deutsches Wort daneben. Stattdessen lauter Kürzel und der Verweis auf ein anderes Wort, nämlich: ephämeros – das alles hat mehrerer Anläufe bedurft und einiges an Zeit verschlungen.

Bemerkenswert an der Geschichte ist, dass dieses erste Wort, das ich mit Leidenschaft in meinem neuen Wörterbuch heraussuchte, soviel bedeutet wie: für einen Tag, an dem Tag, nur einen Tag lang dauernd, vergänglich.

Zufall oder Schicksal?

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