Das Gute schaffen…

Alles ist in einem selbst – es muss nur gesucht, gefunden oder geweckt werden. Ich vergleiche mein Inneres gerne mit einem Karteikastensystem, wie es früher in Bibliotheken zu finden war. Da gab es für jeden Buchstaben einen tiefen Karteikasten, randvoll gefüllt mit Karteikarten, welche Hinweise auf das Buch gaben, sowie den Standort des Buches in der Bibliothek.

Ich war früher gerne in der Stadtbibliothek. Sie strömte Ruhe aus, Frieden und auch eine gewisse Zeitlosigkeit. Sei‘s drum. Was ich sagen will, dass wir in uns eine Wand mit Schubladen haben, von A – Z. Oder von Alpha bis Omega. Unter K finden wir Kind, Kanu, Kanallie, Kroisos usw., usw.

Das Problem ist, dass viele Menschen eine schlechte, üble Kindheit hatten und nicht wissen, dass sie auch positive Karteikarten in ihrem Karteikastenschrank haben.

Ich für mich habe keine Lust mehr, die negativen Karteikarten zu ziehen und mir die dazugehörigen Bücher reinzuziehen. Die Frage ist, wo sind die Karteikarten mit den angenehmen, den guten Büchern, den posiviten Realitäten.

Sehen Sie sich das Beitragsbild an, dann bekommen Sie eine Ahnung davon, was ich meine. Es liegt an einem selbst, welche Karteikarte man sucht, womit man sich beschäftigt. Natürlich habe ich alle Karteikarten des Negativen in meinem Karteikastenschrank, aber auch  alles Mittlere und Positive und vielerlei Nuancen.

Zurzeit beschäftige ich mich mit der Sprache: Altgriechisch. Das ist eine ziemlich große Aufgabe und ich weiß nicht, ob ich es bis an mein Lebensende schaffen werde, je einen Originaltext aus dem Altgriechischen ins Deutsche zu übersetzen. Aber – der Weg ist das Ziel.

Durch die Beschäftigung mit dem Altgriechischen setze ich bestimmte innere Bilder in mir in Gang, im Gegensatz zu dem vielen Müll, der mir täglich um die Ohren fliegt. Arbeite ich am Altgriechischen, an der altgriechischen Sprache, dann sind da Assoziationen wie Wärme, Ruhe, gutes Essen, das Rauschen des Meeres, vernünftige Gesellschaft, High-End-Denken. Also das, was in meinem alltäglichen Erleben eher die Ausnahme darstellt.

Wie gesagt, man muss sich das Gute schon selber schaffen – von Nichts kommt nichts.

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