Umgang mit dummen Menschen Teil II

Der Umgang mit dummen Menschen wird in der Regel dann zum
Ärgernis, wenn man seine eigene Dummheit verdrängt. Um die Dummheit meiner Mitmenschen zu erkennen, in ihrem ganzen Umgang und Qualität, muss ich in mir einen ähnlichen Grad von Dummheit haben, sonst würde ich die der anderen nicht erkennen können.

Außerdem ist es ganz gut, denke ich, mit Dummen nichts Problematisches zu besprechen und ihnen nachzusehen, dass sie überwiegend dumm handeln und reden, denn ihre Chancen waren vermutlich nicht besonders gut.

Viele kommen in kaputten sozialen Verhältnissen zur Welt, wachsen in diesen auf, Streit und Unverständnis herrschen tagaus, tagein, was die Voraussetzungen für ein halbwegs fröhliches Leben enorm vermindert, ja gänzlich zunichte Macht.

Diese Menschen quälen sich dann durch die Institutionen, bis sie in irgendeinem frustrierenden Job landen, den sie dann jahrelang ausüben. Nichts kann ihnen Freude machen.

Irgendwann zwischendrin lernen sie dann den Alkohol und oder die Drogen kennen, gewöhnen sich an diese Mittel und kommen nach kurzer Zeit nicht mehr davon los.

Die einzigen Lacher, zu denen sie noch in der Lage sind, entstehen aus dem Zustand des Rausches. Der Rausch wird ihre Freude und ist doch zugleich der Beschleuniger und Verfestiger ihres Unglücks.

Unreflektierte Verdrängungen und Projektionen bestimmen ihren Alltag, sie haben Ticks und Gewohnheiten, die sie mit Gewissheit täglich ins Unglück stürzen.

Bis sie dann sterben – was vielleicht ihr einziger Moment des Glücks ihres Lebens darstellt.

Das hat etwas von einem Drama.

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