Fürsorge

Wenn Menschen fürsorglich sind, dann unterliegen sie nicht selten dem „Helfersyndrom“, sind also nicht gut in der Lage, sich um sich zu kümmern, folglich ist ihr Kümmern bezüglich anderer Menschen auch mangelhaft.

Das ist so ein Sich-Selbst-Auslutschen und Ausgelutscht werden – beides finde ich beknackt.

Mit Hunden funktioniert das irgendwie anders. Wie auf dem Beitragsbild zu sehen, passen die Hunde rundherum auf und ich liege rum und genieße mein Sein. Die Hunde haben aber auf dem Zettel, dass ich der Boss bin, dass ich für das Fressen sorge, dass ich notfalls alle mit vollem Einsatz verteidige und durchaus in der Lage bin, wachsam zu sein. Die Hunde kennen mich.

Ich muss, wenn ich mit ihnen zusammen bin, nicht ständig den Boss heraushängen lassen. Wer ständig den Boss heraushängen lässt, scheint Angst vor Machtverlust zu haben. Habe ich nicht,. Die Hierarchie zwischen mir und meinen Hunden und unter den Hunden ist klar. Ich bin der Boss, Alina (der schottische Schäferhund) ist nebengeordneter Boss (sie bemerkt oft Dinge vor mir) und Lea (der holländische Schäferhund) läuft so mit, darf natürlich auch in Ruhe schnuppern und forschen.

So tingeln wir täglich durch die Gegend. Während die Hunde alle fünf Meter anhalten und irgendwas beriechen, rauche ich genüßlich einen kleinen oder größeren Zigarillo und genieße die Gelassenheit. Mich schaut auch niemand blöde an, ich führe ja nur meine Hunde aus.

Ab und zu legen wir uns zu dritt ins Gras, schauen in die Ferne, sind ruhig und friedlich. Mit Menschen geht das irgendwie nicht. Die müssen dauernd rumlabern, meckern, dann passt ihnen dies nicht oder das nicht oder sie geben zu allem ihren Senf ab. Brauche ich nicht, stört mich, behindert meine Lebensfreude.

Um mich kreativ zu erleben, spiele ich jetzt wieder auf einem Musikinstrument – aktuell ist es eine Bassblockflöte. Die hat irgendwie etwas Nachdenkliches, sie klingt weich, rund und voll und ist dabei nicht so laut. Das gefällt mir.

Ihnen wünsche ich auch ein großes Gefallen und viel Glück bei der Jagd nach dem Glück – Ihr Jörg Baumann.

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