Was man braucht…

Menschen sind wie Hunde, nur meist ein bisschen oder erheblich dümmer. Meine Hunde sind ziemlich klug, deshalb ziehe ich ihre Gesellschaft die der meisten anderen Menschen um mich herum vor.

Was braucht der Mensch? Es gibt Bedürfnispyramiden und dergleichen, ganze Bücher wurden über die Beantwortung dieser Frage verfasst – ich sehe das ganz einfach und schaue mir an, was meine Hunde brauchen.

Meine Hunde brauchen Sicherheit, Nahrung, Liebe, einen Job und Spiel/ Kreativität. Und wenn ich mich so anschaue, dann geht es mir ähnlich. Ich brauche Sicherheit, welches mehr ein Gefühl ist. Dieses Gefühl wird in der Kindheit geschaffen. Wurde mir als Kind nicht das Gefühl der Sicherheit vermittelt, so kann ich mich selbst am sichersten Ort der Welt unsicher fühlen.

Liebe, also eine Art der selbstlosen, positiven Zugewandheit, ist mir ebenfalls wichtig. Bei Menschen ist sind das Geben von Liebe und das Empfangen können meist ebenso gestört, wie ihr Gefühl für Sicherheit. Ich fühle mich meistens sicher und von einigen Menschen sogar irgendwie geliebt, von meinen Hunden werde ich dies mit Sicherheit und ich denke, dass sie ebenso reichlich Liebe von mir empfangen.

Zudem haben meine Hunde immer genug zum Fressen, wobei ich auf Qualität und Menge der Nahrung achte. Einen Job haben meine Hunde auch, nämlich das Haus und das Grundstück bewachen. Natürlich lasse ich sie nicht unbeaufsichtigt im Garten herumlaufen. Wenn ich zuhause bin, dann sind wir entweder gemeinsam im Haus oder gemeinsam im Garten oder die Hunde sind im Haus und ich im Garten. Ein endloses Gekläffe am Gartenzaun, während ich z. B. unter der Dusche stehe, das gibt es nicht. Wenn meine Hunde eine sich nähernde Person melden, dann schaue ich mir das an und geben den Hunden eine entsprechende Rückmeldung. Einen Job habe ich übrigens auch, der wird zwar schwach bezahlt, aber man geht mir dort auch so gut wie nie auf den Sender.

Bleiben das Spiel und die Kreativität. Da haperte es zuletzt bei mir und ebenso bei meinen Hunden. Bis von ungefähr zwei Jahren spielte ich noch Oboe, aber da alle und jeder dieses Spiel hassten gab ich es (vorerst) auf. Ich versuchte mich dann im Schreiben und Schachspielen, aber das war beides unbefriedigend. Vor ein paar Tagen wurde ich durch eine Fernsehsendung darauf gebracht, mal wieder meine Bassblockflöte hervorzukramen und mich im Spiel mit diesem Instrument zu probieren. Schon die Idee fand ich sehr motivierend. Seit ein paar Tagen spiele ich wieder und ich kann sagen, dass genau dieses Element gefehlt hat, um meine Zufriedenheit abzurunden.

Das Spiel auf meiner Bassblockflöte tut mir auf jeden Fall gut. Und diese Steigerung meines inneren Frohsinns, überträgt sich auch auf meine Hunde, was ihnen wiederum gut tut, was mir wiederum gut tut. Wenn das nichts ist…

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