Was es zu bieten hat

Im Grunde ist das Leben ganz einfach. Man braucht einen Job, der einem nicht vollständig auf die Nerven geht, eine Bleibe mit möglichst nicht vollgestörten Nachbarn und ein paar Hunde. Dann sollte man sich noch um seine Gesundheit kümmern, also nicht so viel und keinen Müll zu sich nehmen, dehnen, ausreichend Schlaf und gut. Ein paar Menschen zu kennen, die denken können, das rundet die Sache ab.

Alles darüber hinaus halte ich mittlerweile für überflüssigen Firlefanz. Gut ist natürlich auch, wenn man nicht dort wohnt, wo viele Menschen wohnen und die sogenannte Natur, d. h. die Plantagenwälder, in der Nähe sind.

Die Abwesenheit von Menschen halte ich für extrem wichtig. So wenig wie möglich Menschen um mich herum, dann halte ich es einigermaßen aus. Jetzt, bei der Arbeit, da kommt wieder der und der, irgendwas wird erzählt, was nicht mal den Erzähler interessiert – aber dafür wird man vermutlich bezahlt.

Mir hängt das Überflüssige im Moment ziemlich zum Hals raus.

Gut sind meine Runden mit den Hunden. Die Kommunikation zwischen ihnen und mir ist recht simpel und meist auch einfach zu entziffern. Da ich mich während unserer Runden sehr auf die Hunde einlasse, scheinen auch sie bereit zu sein, sich auf mich einzulassen. Der ältere Hund ist zudem sehr gut in der Lage, Pausen stattfinden zu lassen. Er bleibt dann stehen, will nicht weitergehen, ziehe ich an der Leine, dann setzt er sich hin, das heißt: Pause. Dann legen wir uns eine Weile hin, schauen in die Gegend, hören den Vögelchen beim Singen zu, riechen das duftende Gras und erfreuen uns unseres Dasein. Der jüngere Hunde kuschelt sich bei dieser Gelegenheit gerne an mich und will gestreichelt werden. Das tue ich dann auch und rauche nebenbei einen Zigarillo.

Alina, der ältere Hund, ist einfach clever. Und da ich mich auf meine Hunde einlasse, kommen wir sehr gut miteinander aus. Der jüngere Hund, Lea, der läuft so mit und ist im Grunde für jeden Spaß zu haben. Machen wir an einer Bank im kühlen Schatten eine Pause und irgendein Penner mit Hunden kommt vorbei, dann machen meine beiden Hunden sofort deutlich, dass wir nicht gestört werden wollen und es besser ist, uns in einem Bogen zu umgehen. Mir ist das nur recht. Die Hunde wissen, was gerade Phase ist, was das Gebot der Stunde und so lasse ich sie. Sie beruhigen sich sehr schnell wieder, was mir zeigt, dass sie klug sind.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen kluge Gesellschaft, bis später, Ihr Jörg Baumann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.