Besonnenheit

Ich weiß, ich bräuchte mal ein paar neue Fotos, aber ich habe zum Fotografieren keine Lust.

Also, Besonnenheit – bei dem ganzen Müll, der mir tagtäglich um die Ohren fliegt, ist eine bewusste Hinwendung zu meinen Sinnen und Gefühlen wichtig, um mich nicht zu Tode aufzuregen.

Ich habe aber auch keine Lust, mich mehr aufzuregen als notwendig. Wenn man gezwungen ist, in einer Latrine zu leben, dann macht es wenig Sinn, sich über den Gestank zu beklagen.

Also Besonnenheit – darüber ist viel geschrieben worden, ich kann für meinen Teil nur für selbige plädieren. Notwendig ist, dass man gut mit sich und bei sich sein kann und einen verlässlichen Zugang zu seinen Gefühlen hat. All das ist bei mir gegeben – gute Voraussetzungen, diesen blog hier künftig etwas mehr mit dem zu füllen, was Freude macht.

In diesem Sinne, bis später, Ihr Jörg Baumann

PS Die meisten Menschen sind nunmal eher langweilig. Normalerweise ist ein langweiliger Mensch jemand, den man mit dem Attribut langweilig negativ beschreiben will. Bei mir ist das anders. Langweilige Menschen sind für mich Menschen, die zwar den Anschein erwecken, kommunikativ zu sein, die es aber nicht sind. Das ist insofern nicht weiter schlimm. Wichtig ist, dass man in der Gegenwart langweiliger Menschen darin geschult sein sollte, gut mit sich allein klar zu kommen. Langweilige Menschen sind im Grunde wie Schaufensterpuppen, was ganz gut ist, dann stören sie wenigstens nicht.

Interessante Menschen sind natürlich besser als langweilige Menschen, aber die interessanten Menschen in meiner Umgebung, die kann ich locker, ganz locker an einer Hand abzählen, wobei ich nicht mal alle Finger brauche. Das Problem der Langweiler ist, dass sie nichts erleben und keinen guten Zugang zu ihren Gefühlen haben, also dauernd irgendwie mit Tabus konfrontiert sind. Dann lenken sie vom Thema ab, schweigen oder rasten aus. So ungefähr.

Aber – da hilft Besonnenheit und die Konzentration auf das, was Spaß macht, zum Beispiel schreiben, Schach spielen, mit den Hunden rausgehen, einen Film gucken. Mit Langweilern zu sprechen ist jedenfalls genau das, was man vermeiden sollte. So ein bisschen blabla muss man natürlich realisieren, aber man hüte sich vor mehr – das ist wie das Kotzen in den eigenen Eintopf.

Einen gepflegten Abend noch, wünscht Ihnen Ihre Jörg Baumann

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