Wie vergifte ich meine Seele

Das geht ganz leicht – man muss nur negativ über Abwesende sprechen. Ist eine meiner neuesten Entdeckungen. Dass ich dieses Phänomen entdeckt habe, liegt sicherlich am Umgang mit meinen Hunden und meiner Weiterentwicklung. Diese Weiterentwicklung entstammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus meiner Beschäftigung mit mir und meinen Hunden bezüglich des Umgangs.

Ich hatte und habe mich zu fragen, welche Signale gebe ich, welche Signale senden mir die Hunde und ich musste und muss mich fragen, wie ich gerade drauf bin. Denn meine Hunde merken sofort wie ich gestimmt bin, während ich mir meiner jeweiligen Stimmung nicht immer im Klaren bin.

Es ist wichtig, um den Umgang mit den Hunden zu verbessern, um ein besseres Team zu werden, die Hunde genau zu beobachten, mich genau zu beobachten und soetwas wie „Authentizität“ an den Tag zu legen. Hunde merken, wenn man schlecht gelaunt ist aber so tut, als wäre alles bestens. Und wenn sie das merken und das häufiger vorkommt, verlieren sie zunehmend das Vertrauen in ihren Menschen. Und das ist nicht gut, das ist schlecht, jedenfalls ist das nicht mein Ziel, sondern das, was ich vermeiden will. In einem guten Team herrscht nämlich berechtigtes Vertrauen.

So, was hat das jetzt mit der Negativrede über Abwesende zu tun? Wenn ich negativ über Abwesende spreche, dann bin ich beim Müll der Anderen, der letztlich der gleiche Müll ist, wie der in mir. Ich bin dann also nicht bei mir, sondern bei Anderen. Hunde brauchen aber Menschen, die bei sich sind, sonst folgen sie nicht.

Und da ich seit drei Jahren übe, bei mir zu sein, merke ich jetzt, nach drei Jahren, wie sehr mit mein negatives Reden über Abwesende meine eigene Stimmung versaut, mein eigenes Befinden verbiegt. Ich will kein Hundeführer mit einer vergifteten Seele sein.

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