Wen braucht man schon?

Für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur sind sicher viele Menschen wichtig und notwendig. Aber wen braucht man schon in seiner unmittelbaren Umgebung?

Ich habe in meinen Jahren einfach zu viel Zeit mit Menschen verbracht, die mir einfach nur das Gehirn und meine Gefühle verpestet haben. Sicher gehörte ich auch zu denen, die Andere verpestete. Aber ich lebe im Jetzt und nicht gestern und nicht morgen. Und jetzt geht es mir so, dass es mir, wie ich meine, ganz gut gelingt, Andere nicht zu verpesten, allein schon aus dem Grund, weil ich kaum bis nicht mehr mit ihnen kommuniziere, bzw. ihnen so gut es geht aus dem Weg gehe.

Mir fehlt nichts, wenn ich andere nicht verpeste. Und mir fehlt auch nichts, wenn mich andere nicht verpesten. Seltsamerweise komme ich immer wieder in die Gelegenheit, mich von anderen mehr verpesten zu lassen als notwendig.

Ich habe einfach keinen Bock mehr auf das Verpestetwerden. Sollen sich alle selber verpesten. Mir gelingt es zurzeit ganz gut, mich selber nicht zu verpesten. Manchmal übertreibe ich es mit dem einen oder anderen Tun, aber im Großen und Ganzen bewege ich mich friedlich, bewusst und ausgeglichen durch die Zeit.

Es geht doch darum, das für mich zu finden, was mir gut tut und den Rest so gut es geht an mir vorbei rauschen zu lassen. Ich brauche die Stromversorgung, die Hersteller von Dingen, die Transporteure, viele Dienstleister, für die ich allerdings auch Geld ausgebe. Aber ansonsten?

“Von allen Gedanken die interessanten bevorzugen…“ las ich vorhin im Zusammenhang mit der Gruppe „Die Sterne“. Wer von Ihren Mitmenschen hat interessante Gedanken? Meine Mitmenschen sondern aus meiner Sicht irgendwie nur und ausschließlich banales Zeug ab, uninteressante Gedanken, alte Scheiße von vor tausend Jahren, zigmal gehört, ebenso oft durchdacht, weggeworfen.

Mir kommt es so vor, als würden mich meine Menschen nur noch mit Weggeworfenem belasten, mit weggeworfenem Müll, Mist. Da ist es doch nur schlüssig, ihnen so gut es geht zu entsagen.

Ich kann sehr gut auf die Gegenwart von Menschen verzichten, so sie denn nicht für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur notwendig sind. Wenn es unerwarteter Weise an meiner Tür klingelt, dann bin ich gewillt durch die geschlossene Tür zu schießen und mich dann wieder hin zu legen.

Mir reicht, wenn ich das Elend aus der Ferne zur Kenntnis nehme, ich muss es nicht noch riechen, hören, spüren oder gar schmecken…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.