Ignoranz ist anstrengend

Sicher, die Blödmenschen um einen herum zu ignorieren ist anstrengend, aber vermutlich die letzte Chance, um ihnen so gut wie möglich zu entgehen. Wer will schon Auswanderer in Kanada sein? Irgendwo hoch im Norden, das halbe Jahre richtiger Winter, im Jahr nur ein, zwei Menschenseelen begegnen, am besten noch Fallen stellen – nee, das ist auch nicht meins.

Man muss halt schauen, wo man bleibt. Letztens sah ich eine Sendung auf arte oder so. Da verzichtete eine Familie zehn Tage auf das Smartphone – Vater, Mutter, Kinder. Am meisten Probleme hatte die Mutter, die ohne das Smartphone fast eingegangen wäre. Was für eine Armleuchterin. Und anstatt sich zu hinterfragen, wie denn das so aussieht mit ihrer Lebensgestaltung, kritisierte sie den Verzicht…

Dabei machte die Frau nicht den Eindruck, bei der Geburt unter eine Straßenwalze geraten zu sein und nie eine Schule von innen gesehen zu haben. War einfach so eine Durchschnittsarmleuchterin, vielleicht Abitur, irgendsoeine Blödmannausbildung, Haushalt, Kinder und irgendsoein Tun, das so uninteressant war, dass ich es nicht mehr erinnere.

Man könnte sich ja zum Beispiel fragen, warum man so eine arme Sau ist, dass man nicht auf das Smartphone verzichten kann, bzw. was man tun könnte, um auch als arme Sau so wenig wie möglich von diesem Ding affiziert zu sein.

Ich brauche das Smartphone für mein online-banking und für das zeitnahe Füllen von Wissenslücken, Internet halt. Für das Herstellen von Fotos eignet sich das Ding auch ganz gut. Aber ich kann auf Fotos verzichten, Internetinhalte kann ich über das ipad aufrufen, das online-banking kann ich zeitlich punktuell erledigen und ansonsten kann ich das Scheißding auch einfach mal ausschalten. Auf lautlos habe ich es eh schon geschaltet.

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