Irrtum inbegriffen

Hunde sind kein Menschenersatz. Aber sie sind eine brauchbare Gesellschaft und besser als nix.

Lassen sie mich ein Beispiel geben. An einem guten Tag bin ich vormittags mit meinen beiden Hunden zwei bis drei Stunden irgendwo draußen – am Flüsschen Elde, am Flughafen bei mir ums Eck oder irgendwo in irgendeinem Wald.

Zurück zuhause werden die Hunde gefüttert, ich esse etwas, dann kuschel ich noch kurz mit den Hunden rum und dann ist bis ca. 14 Uhr Silencium. So gegen 14.30 Uhr gehe ich mit den Hunden nochmal eine kürzere Runde, eine knappe Stunde, auch irgendwo in irgendeinem Wald. Anschließend gibt es wieder Futter, Zahnpflege für die Hunde, worauf wiederum allgemeines Abmatten folgt.

So, jetzt meint meine Kollegin, dass ich ihr gegenüber ständig über die geistige Minderbemittelheit meiner berichte, ich solle doch besser schweigen. Sie sitzt mir jedoch geschlagene drei Stunden im Nacken und telefoniert lautstark mit irgendwelchen Clowns – drei Stunden! Und das, was sie da erzählt interessiert mich alles null und das was die anderen quatschen (das Telefon ist auf laut) interessiert mich genauso wenig.

Na? Und jetzt? Mein highlight des Tages beläuft sich ungefähr auf drei Stunden, wobei das Fernsehglotzen auch sehr gut ist und noch dazu gezählt werden müsste. Unglaublich – bin mal gespannt was sie dazu sagt, wenn ich ihr mitteile, dass die Highlight-Zeit des Tages ungefähr genauso lange dauert, wie ihr Negativgequatsche in meinem Hintergrund…

Mitunter meine ich, dass der ein oder andere Mensch irgendwas Positives für mich hat, aber der Kreis der Menschen, die ich zu dieser Gruppe zählen kann, der wird immer enger, bis fast nicht vorhanden.

Das ist natürlich nicht besonders erfreulich, aber wie gesagt, ich kann mir keine fröhlichen Menschen schnitzen.

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