Neulich an der Elde

Die berühmte blaue Stunde am Morgen – jetzt, wie ich das Bild sehe, bin ich fast noch beeindruckter, als zum Zeitpunkt des Fotografierens.

Was gibt es Besseres, als zum Sonnenaufgang mit den Hunden unterwegs zu sein, dort, wo keine Menschen sind? Einen vollen Magen und das Drumherum mal vorausgesetzt – also mir fällt da im Moment nichts ein.

Wenn das Wetter nicht ganz so trübe, kühl und nass ist, dann sind sicher auch auf dieser Strecke Menschen unterwegs. Aber ich habe ein Fernglas, da kann ich die Pest schon auf einen Kilometer Entfernung identifizieren. Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass die Zeit des Sonnenaufgangs, der ja in den wärmeren Jahreszeiten recht früh stattfindet, nicht die Zeit ist, zu der Menschen draußen sind, wenn sie nicht draußen sein müssen. In der Woche sowieso nicht und am Wochenende schlafen die Pestbeulen aus.

Solch eine Wanderung mit den Hunden am frühen Morgen ist natürlich genial. Die herausragenden Gefühle, die solch eine Wanderung in mir freisetzt, sind dann natürlich auch ein extremes Gegenbeispiel zu dem Müll, der mich sonst so umgibt. Der Müll wird dadurch mülliger.

Andererseits regt mich so ein Erlebnis in Teilen zu neuem Denken an. Zum Beispiel ist mir klar geworden, dass der Scheiß, den ich an anderen Menschen wahrnehme, der gleiche Scheiß ist, der in MIR ist. Also, den Scheiß bei den Leuten lassen, ihn höchstens kürzest zur Kenntnis nehmen und dann so schnell wie möglich wieder an das denken, was unmittelbar und positiv mit mir zu tun hat. Wenn ich mich um Scheiß kümmern will, dann kann ich mich ja auf meinen eigenen konzentrieren. Und dazu hält sich meine Lust in Grenzen. Also sollte ich dem Scheiß der Anderen möglichst keine Zeit opfern.

Sondern besser meinen Blog bearbeiten.

Gestern Morgen war die blaue Stunde, heute Morgen dieses Farbspiel zu sehen, das finde ich einfach angenehm. Vorgestern war ich mit meinen Hunden drei Stunden und 45 Minuten unterwegs, gestern dreieinhalb Stunden und heute zweieinhalb. Gestern merkte ich jedoch, dass Alina (der Kurzhaarcolli-Mix) zum Ende hin schwächelte, und ich auch.

Dieser Umstand ließ es mich heute etwas ruhiger angehen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren: Versuchen Sie bei sich zu bleiben, versuchen Sie positive Situationen zu realisieren und haben Sie viel Erfolg dabei.

Mit freundlichen Grüßen Ihr Jörg Baumann

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