Tick tack…

Egal, was für eine Uhr Sie besitzen, wieviele Uhren Sie besitzen, die Zeit für jeden auf Erden läuft ab. Früher oder später. Ob mit Rolex oder ohne. Mit einer teuren Uhr läuft die Uhr auch nicht langsamer. Der Besitzer einer sehr teuren Uhr würde vielleicht sagen, dass seine Zeit immerhin angenehmer verläuft – gut, das mag stimmen, vor allem im Vergleich zu der Zeit, die für einen hungernden und versklavten Menschen läuft.

Die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang stelle ist die, ob die Zeit für den mit der teuren Uhr, ohne Uhr unangenehmer verliefe. Eine teure Uhr ist ja lediglich Ausdruck einer gewissen Wohlhabenheit. Aber ist sie auch Ausdruck von Zufriedenheit? Ist der, der tausend Pizzen am Tag essen könnte notwendigerweise ein fröhlicherer Mensch, als der, der lediglich eine Schale Reis pro Tag zur Verfügung hat?

Ich vermute, dass an diesem „Haben-Wollen“ etwas dran, was dem Menschen zumindest zeitweise das Gefühl gibt, zufrieden, ja erfreut zu sein. Und dieser Mechanismus ist so stark, dass der Mensch wieder und wieder darauf hereinfällt. Dabei bin ich da mittendrin. Allein die Anzahl der Gegenstände um mich herum empfinde ich nahezu erdrückend.

Dabei besitze ich im Vergleich zu anderen Menschen in Europa eher wenig bis fast gar nichts.

Bei alledem dürfen Sie nicht vergessen, dass ich immer mein erster Kunde bin, mein erster Patient, mein erstes Untersuchungsobjekt. Und dass ich das, was ich bei anderen festzustellen mein, längst an mir wahrgenommen habe.

In diesem Sinne – tick, tack, tick, tack…

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