Platon hatte Recht

Allein die Tatsache, dass die meisten Menschen den Namen Platon nie hörten und nie seinen Gedankengängen folgten, stärkt mich in der Annahme, dass die meisten Menschen in absoluter Finsternis leben. So wie die in der Höhle Lebenden, welche die vom Feuer an die Höhlenwand geworfenen Schatten für die Wirklichkeit halten. Unsereiner weiß zumindest, dass es nur Schatten sind.

Den letzten und bemerkenswertesten Hinweis darauf, dass meine hochverehrten Mitmenschen in absoluter Finsternis vor sich hinvegitieren, wurde mir die Tage deutlich. Wenn ich meine Mitmenschen beobachte, wie sie streiten und wie sie im Streit auseinandergehen, dann muss ich sagen, dass sie den Eindruck auf mich machen, nicht zu verstehen und nicht verstehen zu können, warum sie sich gestritten haben. Das Maximum ist, dass sie ahnen, dass sie stritten.

Menschen sind überwiegend arschkriechende Maden, vollständig dem Konsum verfallen und ständig neidisch auf diejenigen, die das haben, was sie selbst nicht haben.

Seit ich mir klar darüber bin, wie finster die meine Mitmenschen umgebende Finsternis ist, erwarte ich noch weniger von ihnen. Erwartete ich vorher schon fast nichts von ihnen, dürfte ich jetzt beim berühmten „Nichts“ angekommen sein. Wenn ich eine Vorstellung von dem bekommen möchte, was ich mir unter dem „Nichts“ vorstellen sollte, dann ist die Erkenntniskraft meiner Mitmenschen ein lohnendes Beispiel. 

Natürlich ist es widersprüchlich, sich „Nichts“ vorstellen zu wollen. Was nicht ist, das ist auch nicht vorstellbar – so verhält es sich mit der Geisteskraft der meisten Menschen – sie ist das diametrale Gegenteil von Etwas. 

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