Alina und ich und Lea

Alina, mein erster Hund. Ich bekam sie, da war sie circa 3 1/2 Jahre alt. Über ihre Geschichte in Rumänien ist nichts bekannt, außer dass sie aus einer Tötungsstation  für Hunde gerettet wurde und nach Deutschland gebracht.

Sie hat sich mich ausgesucht. Im Tierheim saß ich auf den Eingangsstufen zum Haupthaus und ein großes Rudel Hunde wuselte um mich herum. Mit der Entscheidung, welchen ich von diesen herumspringenden Hunden auswählen sollte, war ich völlig überfordert.

Ich bin ja kein Hundeprofi, es war mein erster Hund und ich wusste nur, dass er etwas größer sein sollte und aussehen wie ein Hund. Mein Freundin besprach sich, während ich so dasaß und vor mich hingrübelte, mit der Tierheimvorsitzenden. Ab und zu erhielt ich von meiner Freundin ein Zeichen, welcher der Hunde ihr gefiel. Mal war es der, dann ein anderer und ich hatte immer noch keine Ahnung, wie ich    zu einer vernünftigen Entscheidung kommen sollte.

Ein paar Minuten hatte ich also so dagesessen, ohne Idee, geschweige denn, einer Entscheidung näher gekommen zu sein. Wie ich dann einmal so zu Boden sah, entdeckte ich auf meinem Oberschenkel eine Hundeschnauze.

Es war die Schnauze von Alina, ihr „Fang“. Sie hatte sich unbemerkt an meine Seite geschlichen und ihre Schnauze sanft auf meinem Oberschenkel abgelegt. Wie ich sie so erstaunt ansah, war die Entscheidung gefallen.

Natürlich nahmen wir sie nicht gleich mit. Die Entscheidung musste mit meiner Freundin in Ruhe überdacht werden. Den positiven Zuspruch der Tierheimvorsitzenden bezüglich meiner Entscheidung hatten wir.

Zum Glück stimmte meine Freundin meiner Wahl zu. Was auch sinnig war, denn mir war von vornherein klar, dass ich mit dem Hund täglich auf Runden gehen würde, egal bei welchem Wetter, egal zu welcher Tageszeit.

Jetzt, 3 1/2 Jahre später kann ich sagen, dass die Entscheidung, Alina zu uns zu nehmen, die beste seit Jahre war, mit Abstand!

Über das, was ich mit ihr, und meinem zweiten Hund Lea, über die Jahre erlebte, soll hier in späteren Berichten die Rede sein.

Zu meinem zweiten Hund kam ich ungefähr ein Jahr später. Die Tierheimvorsitzende war der Meinung, dass wir einen zweiten Hund gut zu uns nehmen könnten. Zum Einen, weil wir einen Hund gebrauchten könnten, der sich tendenziell wie ein Hund verhält und damit Alina ein Wesen um sich hat, das 100% ihr Sprache spricht.

So kamen wir zu Lea. Etwas kleiner als Alina, unterscheidet sie sich im Wesen grundsätzlich, ja polar von dem Alinas. Natürlich sind beide immer freundlich zu mir und sie sind auch sehr sanft, schnell und wendig sind sie auch, aber während Alina eher ihr eigenes Ding macht, selbstsicher ist und kaum aus der Ruhe zu bringen ist, ist der Charakter von Lea eher nervöser Natur. Sie hört aufs Wort und sucht die Nähe. Alina hingegen ist, wie gesagt, eher die Ruhe selbst und hat eine deutlich höhere Individualdistanz.

Während Lea den engen körperlichen Kontakt sucht und ich durchaus bis zu einer Stunde mit ihr zusammenliegen kann, hält Alina während des Streichelns mehr Abstand. Die Dauer des Kontaktliegens, welche Alina bevorzugt, ist deutlich kürzer.

Die Hunde untereinander verstehen sich ausgezeichnet. Alina ist der Boss von den beiden. Wenn sie zusammen spielen, jagt mal der eine den anderen und umgekehrt, beide sind also wechselweise das „Opfer“. Dabei geht es mitunter recht heftig zu. Ein Außenstehender würden glauben, sie kämpfen bis auf das Messer. Es ist aber nur Spiel. Bei Hunden, die sich gut kennen, ist das Spiel oft sehr extrem, mit Knurren, Bedrohen und vollem Körpereinsatz.

Sind sie fertig mit dem Spielen, schütteln sich beide und begeben sich wieder an einen Ruhehort.

Beide Hunde wohnen in unseren Räumen und haben die freie Wahl des Schlafplatzes.

Ich für meine Person

war nicht immer Hundefan. Tiere im Haushalt hielt ich lange für unpassend. Meine Entscheidung für die Hunde, bzw. den ersten Hund beruht auf zwei Motiven. Zum Einen bin ich gern in der freien Natur unterwegs, kenne aber niemanden, den ich länger als fünf Minuten auf meinen Wegen ertrage. Zum Anderen brauche ich aufgrund körperlicher Abnutzungserscheinungen täglich Bewegung (neben Dehnungsübungen), und das am besten über einen längeren Zeitraum.

So ist ungefähr der Stand der Dinge, von dem ich hier zukünftig mehr berichten werde. Bis später, ihr Jörg Baumann

 

 

 

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