Was kommt noch?

Was soll noch kommen? Wenn man jung ist, träumt man von einem Haus, einem Auto, tollen Reisen, einem Schwimmbecken im Garten, einer guten Ausbildung für die Kinder usw., usw. Dann kommen die Wünsche nach einem größeren Hause, einem noch größerem Auto, noch tolleren Reisen, tollen Klamotten, Spitzenmöbeln usw., usw.

Irgendwann merkt man (meist jedoch nicht), dass diese Wünsche alles Sackgassen sind und das Glücksgefühl nicht wirklich herstellen.

Materielle Dinge sind irgendwann nur noch Ballast. Wenn man klug ist, wirft man diesen bei Zeiten über Bord und fragt sich, was ein gutes Gefühl verschaffen könnte – ohne Drogen, Alkohol und anderen Suchtstoffen.

Mir ist da erstmal nichts mehr eingefallen. Ich bin zwar erst 53 Jahre alt, aber irgendwie scheint mir alles bekannt, bzw. nichts mehr fremd. Alles scheint nur noch Wiederholung zu sein, ein immer wiederkehrender Kreislauf desselben. Also, wozu sich das noch geben?

Mein Ausweg, mein Lichtblick ist mein Plan, mit meinen Hunden Zeit im Wald zu verbringen. Ob eine Stunde unter einer großen Buche oder auch über Nacht – das ist das, was mir noch Hoffnung gibt. Alles andere, vor allem meine verehrten Mitmenschen, die Dinge, das sind für mich nur riesige Enttäuschungen und Anlass für Unmut.

Im Wald sind eher keine Menschen, wenn doch, dann gehen sie schnell weiter. Bäume und Pflanzen tuen der Seele gut, die Geräusche, die Gerüche, alles gut tuend, wohl tuend, gut, friedlich, ruhig, angenehm.

Das ist ein Weg. Alle Wege, die zu Menschen und Zivilisation führen, halte ich für Irrwege, Sackgassen, Wege zum Horror, Wege zum Grauen. Wenn Sie auf diesen Wegen unterwegs sind, gebe ich Ihnen den Rat, den eine Verrückte des Films „Shutter Island“ dem ermittelnden Kommissar gab: „Rennen Sie!“

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