Hunde und Sterne-Restaurants

Da sind sie wieder – meine beiden Hunde, Lea (schwarz) und Alina.

Meine Erkenntnis, die ich vor ein paar Tagen erlangte, ist einfach zu phänomenal.

Stellen Sie sich vor, Sie gingen täglich bei Erbsen-Egon essen. Ein kleiner Imbiss, der einfachste Mahlzeiten bereitstellt. Und nun stellen Sie sich vor, Sie werden eingeladen, ebenfalls täglich, in einem Sterne-Restaurants zu essen.

Mit einem Mal bemerken Sie das Schmierige und Dreckige in Erbsen-Egons Imbiss. Sie beginnen sich zu fragen, ob das Essen vielleicht schon mal von jemand anderem gegessen wurde. Sie schauen auf Erbsen-Egon und wünschten sich, dass er sich mal waschen sollte. Sein Benehmen erinnert Sie mit einem Mal an einen Neandertaler.

Vor dem Besuch des Sterne-Restaurants hielten Sie Erbsen-Egon und sein Equipment für normal, wenig bis nicht auffällig. Nachdem Sie jedoch täglich das Niveau eines Sterne-Restaurants genießen durften, fällt es Ihnen wie Schuppen von den Augen und Sie möchten Erbsen-Egon einfach nur noch in die Fresse hauen.

So ist das mit den Hunden. Bevor ich mir vor zwei Jahren Alina an meine Seite holte, fiel mir die endlose Dummheit und Unheilbarkeit und Abartigkeit meiner Mitmenschen nicht so sehr auf. Jetzt, wenn ich es mir recht überlege, bin ich in dem Zustand, dass ich sie für Affen halte, die in der Mehrheit das Stadium Mensch nie erreichen werden.

Ich empfinde sie als leblose Steine. Vorausgesetzt meine Mitmenschen könnten denken und hätten vielleicht 50 tausend Euro über und viel Zeit, dann würde aus ihnen etwas werden können – ein Mensch? Aber so?

Schauen und hören Sie sich um, lesen Sie nochmal zum „Dunning-Kruger-Effekt“ und „kognitiven Dissonanz“. Ich denke, Sie werden verstehen, was ich meine.

Mit freundlichen Grüße, Ihr Jörg Baumann

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