Witzfiguren und Hundesport

Gut, wenn man seinen Hund professionell ausbilden muss, dann macht das, denke ich, Sinn. Aber diejenigen, die ihre Hunde professionell ausbilden, gehen dafür wohl eher nicht in einen Hundesportverein.

Diejenigen, die ich bisher im Rahmen von Hundesport erleben durfte, waren profilneurotische Witzfiguren. Sie kommen mir einerseits hilflos vor – „Ach, was soll ich nur tun? Mein Hund hört nicht!“ (Frage an den profilneurotischen Trainer), oder eben wie blasierte Lackaffen, die neben ihrem blankgewienerten Rolls Royce stehe und sagen: „Meiner!“

Auch die ganzen youtube-Filmchen mit den extrem dressierten Hund finde ich abartig.

Sicher, ein Hund sollte sich zu benehmen wissen und ich glaube das reicht für den Hausgebrauch völlig aus. Ein paar Spielchen und Tricks erhöhen sicher das Denkvermögen des Hundes und machen auch Laune, aber dieses ganze Prüfungsgeschehen geht mir völlig ab.

Welche Menschen brauchen diese extrem dressierten Tiere im Alltag? Welche Motivation treibt sie an? Für mich sind Hundesportvereine und deren Mitglieder wie 40 Grad in der Sonne: unerträglich.

Letztlich sind sie wie Eltern, die mit ihren Kindern angeben, damit, was diese alles können: Fremdsprachen, Musikinstrumente spielen, tanzen, singen, boxen und im Klügeleiklub sind sie auch. Zu den entsprechenden Veranstaltungen werden sie mit einem 1000 PS SUV chauffiert und wenn sie in allem Erste sind, gibt es eine Belohnung – vielleicht ein 1000 Euro Mobiltelefon oder eine Weltreise.

Aber was soll‘s – wen es glücklich macht…

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