Ein Segen und ein Fluch

Der Spruch: „Es ist ein Segen und ein Fluch“, wird häufiger in der Fernsehserie „Monk“ (empfehlenswert) verwendet. Er lässt sich gut auf den Alltag anwenden.

Wie oft regen Sie sich auf, weil es etwas nicht mehr so läuft, wie es lief? 10x am Tag? 100x? Ich erwische mich ständig dabei. Zuletzt, weil ich mit meinen Hunde nicht mehr die Gassimeile entlang gehen konnte, die mir und meinen Hunde gut tut und die in der Nähe liegt.

Warum konnte ich dort nicht mehr langgehen? Weil ein Riesenmonsterfestival (Airbeat One)  auf dem Flughafengelände gefeiert wurde. Alles wurde nach und nach durch rasende LKW und PKW in Beschlag genommen, dann wurden ungefähr eine Million Kilometer Zaun gezogen, dann kamen die Festivalbesucher und dann ging nichts mehr.

Soweit zum Fluch. Der Segen dieser Sperre unserer Gassimeile One liegt darin, dass ich mich mit meinen Hunden an andere Orte begab und wir so neue Erfahrungen machen konnten.

Zum Beispiel:

1. Hunde kurz vor der Fressenszeit länger ausführen zu wollen macht wenig Sinn, da die Hunde dann nicht gehen oder laufen, sondern fressen wollen.

2. Selbst das Gassigehen an besonderen Orten verliert gegen den Hunger.

3. Neue Orte bedeuten neue Sinneseindrücke, welche die Entwicklung fördern.

4. Die Suche nach Ausweichgassimeilen macht deutlich, wer sich um die Hunde kümmert.

5. Die Suche nach Alternativen kann allgemein die Lust auf Alternativen stärken.

6. Die Wertschätzung der zeitlich begrenzt nicht begehbaren Gassimeile nimmt zu.

Das ist der Segen.

Wenn also etwas nicht so läuft, wie es laufen sollte, dann mag das zunächst unangenehm und ärgerlich sein. Ist es jedoch unabänderlich, eröffnet dieser Umstand die Möglichkeit für neue Erfahrungen – man muss sich nur darauf einlassen.

Wie gesagt: Es ist ein Fluch und ein Segen.

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