free-movements

Mit der Seite „free-movements“ kann natürlich nur jemand etwas anfangen, der irgendwie eine Vorstellung von Freiheit hat und in der Praxis im Zustand der Freiheit auch Gutes mit sich anzufangen weiß.

Können die meisten Menschen jedoch nicht. Prüfstein ist der Begriff der „Langeweile“, das heißt der Zustand, in welchem man gerade nichts zu tun hat und aus der Vielzahl seiner Möglichkeiten etwas heraussuchen kann.

„Im Rahmen seiner Möglichkeiten ist der Mensch im Zustand der Langeweile maximal frei.“ Der Satz stammt von mir und zeigt mir, wie wenig die meisten Menschen mit ihrer Freiheit anfangen können – tendenziell nichts!

Sie fürchten die Langeweile, sie nehmen Langeweile als zuweilen kaum lösbare Belastung wahr. Kommt dann irgendein anderer Mensch dazu, und sei es der letzte Trottel, so atmen sie auf, denn, so scheint es, ihre Langeweile ist nun (erstmal) am Ende.

Was für eine traurige Realität!

Ich finde Langeweile ganz gut. Dann komme ich wenigstens mal zur Ruhe, zu mir. Und ich fühle mich bei mir gut aufgehoben. Zu tun gibt es immer etwas, aber ich bin zuweilen sehr froh, wenn ich das Gefühl habe, nichts tun zu müssen – außer meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, in bestimmten Vorstellungsempfindungen zu „baden“, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft angenehm durch mich hindurchfluten zu lassen.

„Free-movements“, freie Bewegungen, des Körpers und des Geistes – was gibt es Besseres? Wenn man dann noch ein paar Leute kennt, die auf vergleichbare Weise wahrnehmen, dann hat man gute Voraussetzungen für ein gutes Maß an innerer Zufriedenheit.

Die guten Leute sind jedoch rar. Und selbst die guten Leute ertrage ich nicht länger als zwei, drei Stunden am Stück. Dann brauche ich erstmal ein paar Wochen Pause von ihnen (und diese vermutlich von mir).

Ich habe in der Vergangenheit vor allem beruflich tausenden von Menschen ins Innere geschaut. Die Menschen kamen aus unterschiedlichen Ländern, besaßen unterschiedlichste Bildungsgrade und Intelligenzquotienten, waren beiderlei Geschlechts und entstammten verschiedensten Milieus.

Die überwiegende Mehrheit wusste auf Nachfrage so gut wie nichts über sich auszusagen. Da herrschte derart geräuschlose Funkstille, dass ich es kaum glauben konnte. Die simple Frage, welche besonderen persönlichen Eigenschaften sie sich zusprechen würde, konnten die wenigsten einigermaßen befriedigend beantworten. Die meisten glotzten mich auf meine Frage hin nur blöde an.

Also nun free-movements. Die Seite erhält ziemlich viel Zuspruch und ich hoffe, dass sich dieser noch weiter entwickelt.

So wie dieses frische Grün einer Wiese des Schlossparks in der Nähe meines Wohnortes.

Free-Movements, ein Projekt für die Gegenwart und Zukunft – bleiben sie dabei.

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