Kopf hoch :)

Das Gute an meinen Hunden ist, dass sie immer positiv sind. Zu mir sind sie immer freundlich und sie vermitteln mir auch immer die guten Seiten des Lebens.

Sie haben so die Art an sich, immer im Jetzt zu sein und nach vorne zu schauen.

Natürlich sind auch Hunde von der Vergangenheit geprägt. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass man sie in positive Bahnen lenken kann, wenn man ihnen klar macht, dass man es gut mit ihnen meint und ihnen zeigt, welches Verhalten von ihnen unerwünscht ist und welches erwünscht.

In Bezug auf den täglichen Umgang sind sie da lernfähiger als die meisten Menschen. Diese kleben in fast allen Fällen an ihren Meinungen wie der Zombi am Grabstein und warten darauf, dass aus dem Grabstein das Paradies erwächst.

So, wie ich die Menschen kennegelernt habe, sind sie in 99,5 % der Fälle nicht lernfähig, sondern drehen sich in ihrem Verhalten im Kreis wie der Esel beim Wasserschöpfen. Dabei graben sie sich immer tiefer in die Erde ein, bis sie nichts mehr sehen, außer dem Erdreich, das sozuagen die Vorschau ihres zukünftigen Grabes ist…

Meine Hündin Alina weiß hingegen was Phase ist, wo der Hase langläuft, was geht und was nicht, was angesagt ist und was nicht, wo der Bartel den Most hat. Worauf sie keine Lust hat, das zeigt sie mir klar an, ebenso verhält es sich mit dem, was sie will. Es liegt lediglich an mir, sie richtig zu ‚lesen‘ – sie kann mich sehr gut ‚lesen‘.

So, wie Alina ihre Umwelt beschnuppert, diese Sorgfalt, Genauigkeit und Ausdauer, die erinnert mich an mich, wenn ich an meine Art der Analyse meiner Person und die meiner Umwelt denke. Um zu erfassen, was da draußen los ist, benutzt ein Hund seine Nase, die so unendlich leistungsfähiger ist als die menschliche Nase. Wir benutzen vielleicht mehr unsere Augen und Ohren.

Die Schlüsse, die Alina aus ihrem Wahrgenommenen zieht, sind jedoch im Ergebnis um Längen besser, als die Schlüsse, zu denen meine menschlichen Artgenossen kommen. Denen ist das Wort ‚Schluss‘ übrigens ebenso unbekant wie meinem Hund Alina.

Der Begriff des ‚Schlusses‘ aus der Logik – der ist unter den Menschen so unbekannt, wie unter den Affen.

Das Angenehme an meinen Hunden ist auch, dass ich mich mit ihnen hervorragend verstehe. Die Worte, die ich in ihre Richtung spreche, sind die wenigsten und dabei kommt es auch nicht auf das Wort an sich an, sondern viel mehr auf das ‚Wie‘ – wie lasse ich ein Wort erklingen, das macht für sie schon alles klar.

Sie von ihrer Seite sagen kein Wort. Ein paar Laute haben meine Hunde auch im petto, aber die sind eindeutig, es sind wenige und kommen nur sehr, sehr selten zum Ausdruck.

Sie verstehen vielleicht, warum für mich das Leben mit Hunden der pure Genuss ist.

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