Aufeinander zugehen…

Ja, miteinander reden, sich austauschen, sich gegenseitig aufklären und zu einer besseren Welt gelangen. Ich halte diese Versuche für völligen Stuss, Blödsinn, Lebenszeitverschwendung. Meiner Meinung nach ist es besser, Menschen zu meiden, zu versuchen, sowenig wie möglich mit ihnen zu tun zu haben.

Für mich sind die meisten Menschen lästige Slalomstangen, die mich allein durch ihr Aussehen an all das erinnern, was schlecht und extrem bedenkenswert in mir erscheint.

Allein wenn ich einkaufen gehe – diese 65 jährigen Rentner, Nullklamotten an sich, ’n Baseballcape auf ihrem Strohkopf, der einzig und allein Stumpfsinn zum Ausdruck bringt. Oder die tollen Hechte, die irgendwelchen Fischen hinterherjagen, die noch weniger in der Birne haben als sie.

Dasjenige, außerhalb von mir, was es am meisten und konsequentesten zu meiden gilt, ist der Mensch. Er erscheint mir mit jedem Tag mehr als das Unzulänglichste, Widerwärtigste und Uninteressanteste, was die Welt je hervorgebracht hat. Zusammengefasst: das Unliebsamste. Jeder Vogel, jede Kellerassel erscheint mir unendlich liebenswürdiger.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Statistisch überschlagen passen auf mich ungefähr 0,5 Prozent der Menschen. Wenn mir also 100 Pappnasen entgegenkommen, dann ist da nicht ein ganzer dabei…

Um nicht völlig ohne Seelenbegleitung zu sein, habe ich mir zwei Hunde angeschafft. Die sind immer freundlich zu mir, wie ich mir Mühe gebe, ihnen stets angemessen gegenüber zu handeln. Die reden nicht (also auch kein dummes Zeug), alles was sie anzeigen ist wichtig und informativ. Ihr Zusammensein mit mir ist nicht irgendein dümmliches Freizeitvergnügen, sondern der Stoff ihrer Existenz. Sie bewegen sich ungefähr gerne im gleichen Umfang, wie ich mich bewege, sie schlaffen ähnlich gerne und umfangreich ab und zeigen mir die Orte, die es zu meiden gilt. Nämlich die, an denen sie unerwünscht sind.

Hunde sind die besseren Begleiter des Menschen – ich glaube den Spruch gibt es schon länger. Das zeigt mir, dass es auch in der Vergangenheit ein paar Menschen mit Gehirn gegeben hat, die selbiges zu benutzen verstanden.

Na denn, ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg in Ihren Versuchen, Menschen zu meiden, auf bessere Zeiten, Ihr Jörg Baumann.

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