free movements

Freie Sätze, freie Bewegungen – free-movements. Vielleicht ist man dazu erst ab einem gewissen Alter in der Lage. In der Jugend rennt man irgendwelchen Idealen und Idolen hinterher. Ideale und Idole aus Musik, Literatur, Sport, Malerei, aus der Welt der Gangsterbosse, man orientiert sich halt an irgendwelchen ‚großen‘ Figuren, bzw. an denen, die man dafür hält.

Das schult einerseits mehr oder weniger den Blick für das Detail, schränkt aber auch ein. In jungen Jahre ist man wohl eher ein Kanditat für ’slaved movements‘. Mit dem Älterwerden lässt das bei einigen nach und man öffnet sich, letztlich für alles. Man wird sich seines Selbst bewusster, bemerkt seine Grenzen und versteht, wem alle möglichen Heilsversprechen letztlich nutzen (meistens den Heilsversprechern).

Ab einem bestimmten Alter und mit einer bestimmten Lebenspraxis kann man keinen anderen blog schreiben, als den, der alle Sätze kennt, dem die meisten Bewegungen vertraut sind.

Hochglanzfotos und geleckt-geschraubte Sätze sind hierfür sicher nicht notwendig. Hinter dem Glanz liegt meist das Schroffe, hinter den gedrechselten Sätzen die Lüge oder Ungenauigkeit. Dieser blog heißt nicht Hochglanz und Rhetorik.

Free-movements umklammert alles. Das Hochglänzende (Foto), der brillante Satz sind nur minimale Bestandteile.

Free-movements ist alles zwischen dem Nichts und Allem und dabei natürlich nur eine Annäherung. Denn über das Nichts lässt sich ebensowenig sinnvoll etwas schreiben, wie über Alles.

Und vergessen wir nicht, dass Worte nicht die Dinge sind. Worte sind den Dingen vom Menschen zugewiesene Laute, bzw. Zeichen. Was die Dinge wirklich sind, davon haben wir, denke ich, wenig bis keine Ahnung. Aber nur, weil wir nicht von allem eine Ahnung haben, heißt das nicht, dass wir von einigen Dingen keine Ahnung haben. Wie es mir geht, wie ich mich fühle, das ist für mich zum Beispiel sehr wahr, sehr wirklich.

Lassen Sie uns gemeinsam schauen, was es da so gibt, was in unseren Wahrnehmungsapparat dringt und versuchen, nicht daran zu verzweifeln.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag, eine angenehme Woche, ein angenehmes Jahr, eine angenehme Gegenwart und Zukunft, in diesem Sinne, Ihr Jörg Baumann

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